17/18: Borussia Neunkirchen – FV Eppelborn

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Borussia Neunkirchen – FV Eppelborn
Stadion Ellenfeld, Kunstrasen, Neunkirchen
04.02.2018, Anst.: 16.00 Uhr
ca. 150 Zuschauer / davon ca. 20 Gäste
4:3 (3:2)

 

Das Stadion Ellenfeld ist wohl das letzte Bundesliga-Stadion der 60er Jahre, welches sich im Originalzustand befindet. Dies ist wohl ein Umstand, der aus der Not heraus geboren wurde und sicherlich nicht unbedingt im Sinne der Borussia ist, denn mit sportlichem Erfolg wäre wohl einiges passiert in der Hüttenstadt. Aktuell heißt der Ligaalltag Saarlandliga – so tief kickte der Traditionsklub noch nie – und die Stadt hat seit Langem ein Auge auf das Areal in unmittelbarer Innenstadtnähe gehabt. Doch obwohl der sportliche Erfolg ausblieb an der Blies scheiterte jede feindliche Übernahme der Stadt an der finanziellen Lage der Kommune oder dem erfolgreichen Widerstand der Borussen-Gemeinschaft. So oder so ist das Ellenfeld ein Stück Kulturgut, selbst für jene, die sich eigentlich nicht mit dem Fussballsport verbunden fühlen.

Ellenfeldweiß (4)

Ich bin zwar kein Musikexperte, aber an dieser Stelle sei mir der emotionale Vergleich mit dem klassischen Stück von Smetana über die Moldau gestattet: Ähnlich den Windungen, die man in den Klängen des Komponisten erkennen kann, so spürt man beim Betreten des Ellenfeldes den Kampf und die Leidenschaft, die im Ellenfeld ausgetragen wurde.

Ellenfeldweiß (2)
Und so soll es im heutigen Bericht weniger über die Fakten gehen, sondern vielmehr um die Emotionalität der ganzen Anlage, zu der auch der Kunstrasen gehört, der zwischen der Haupttribüne und den Häusern der Anwohner der Talstraße eingepfercht liegt und auf dem das heutige Testspiel gegen den Noch-Oberligisten FV Eppelborn stattfand. Früher ein Hartplatz ist der Platz heute ein künstliches Grün, auf dem allerdings an dem heutigen Tag eigentlich kein Spiel hätte stattfinden können. Bei bitterer Kälte war der Untergrund gefroren und auch die Schneemassen der letzten Tage lagen noch auf dem Platz. Dennoch war es ein ansehnliches und schnelles Spiel, welches zur Pause auch gut und gerne 6:5 hätte stehen können.

 


In der Halbzeit machte ich mich dann auf, um eine Reihe Fotos vom großen Nachbarspielfeld zu machen und mich dem Charmé des Ellenfeldes in der weißen Winterlandschaft hinzugeben. Wie bereits Smetana in der Schule, faszinierte mich das Ellenfeld bereits als Kind beim ersten Besuch gegen Eintracht Trier in den 90er Jahren. Groß, wuchtig und vollgepackt mit viel Geschichte saß ich ehrfürchtig auf den Stufen und ließ die Stimmung auf mich wirken. Auch wenn man es nicht meint, aber im Ellenfeld lässt sich auf mit recht wenig Zuschauern auf den steilen Rängen, eine ganze Menge erreichen. Aber selbst an einem verschneiten Wintertag ohne Besucher herrscht eine ganz eigene Stimmung. Aber dies lässt sich am besten live erleben.

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Geschichte des Ellenfeldes

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